Nähe und Distanz zeichnen

Ein 100 x 160 cm großes Papier, Ölkreide, Graphit:
Zwei verschiedene Temperamente „erzeichnen“ fast bis zur Berührung der Stifte ihren Raum. Nähe und Distanz – eine reizvolle Landschaft entsteht.

Start: Wie groß wird mein Raum sein?
Weiche, dicke runde Linien der Ölkreide begegnen den kantigen, blassen Graphitspuren.

30 Jahre Galerie Club Arte

Bilder, die in der Jubiläumsausstellung „30 Jahre Club Arte“, im Moll-Gymnasium Mannheim, zu sehen waren.

Eine kleine Geschichte verbindet sie:

Mit „La Mer“ eintauchen in die Vergangenheit.
Seit mehr als 30 Jahren fleht das „Echo“ auf dem Karton nach Beachtung.  „An einem Freitag“ (dem 30.) beginnt, mit dem Zauberspruch „Abra Kadabra Simsala Bim“, die 3 zu tanzen.  Sie sagt: „I’m not perfect“ – die Null hat mich verlassen. Das schmückende Beiwerk“ honoriert mit ihrer Anwesenheit das Gewesene.

„La Mer“; Cyanotypie; 2017; ca. 15 x 20 cm
„Echo – entstanden vor mehr als 30 Jahren“; Bleistiftzeichnung auf Karton; 1983/84; ca. 51 x 72,5 cm
„An einem Freitag“; Cyanotypie; 2017; ca. 10 x 15 cm
„I’m not perfect“; Kaltnadelradierung; 2-farbig,1/1; 2012; ca. 40 x 50 cm
„Schmückendes Beiwerk“ – aus der Reihe „some stills“ 2017; echter Fotoabzug unter Acrylglas; 30 x 20 cm

Kleines Objekt

Gespickt mit Widersprüchen, Gegensätzen und seltsamen Ungereimtheiten. Angereiht ähnlich einer Umlaufbahn im All, kreisen sie wie im Kopf: geht nicht – weiß nicht, nie – immer, weswegen – dafür, nah dran – weit weg, allein sein – dabei sein, nur kurz –  für immer. Oder ganz banal: ja und/oder nein, schwarz mit oder ohne weiß, dick – dünn, arm – reich, Ankunft – Abfahrt, geh – bleib, schlafen – wach, auf – ab, unten – oben, soll ich fragen oder …